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Für umgehende Rechtssicherheit beim Zugang zur Psychotherapeutenausbildung

Eine Initiative psychologischer Psychotherapeuten/innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/innen

Vielen Dank allen Unterstützern!

Seit Beginn dieser Unterschriften-Aktion haben sich

5093
Unterstützer in unsere Unterschriftenliste eingetragen.

Zur Liste der 5093 Unterstützer...

Liebe Unterzeichner der Petition,

 

Sie haben mit Ihrer Unterschrift die fehlende Rechtssicherheit beim Zugang zur Psychotherapeutenausbildung moniert und den Gesetzgeber aufgefordert  – unabhängig von der geplanten umfassenden Reform der Psychotherapeutenausbildung –  umgehend für Rechtssicherheit beim Zugang zur  Ausbildung zu sorgen, gemäß einem Vorschlag der Autoren des „Forschungsgutachtens“ (2009) zur Änderung des § 5 PsychThG.

Mit Ihrer Unterschrift haben Sie unserer Initiative zu einem außerordentlichen Erfolg verholfen!

Hierfür möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken. Die Petition wurde zum 25.01.15 abgeschlossen.

Insgesamt haben wir 5.093 Unterschriften verzeichnet, von denen die meisten bereits innerhalb von zwei Wochen nach Einrichtung der Website Ende Oktober erfolgten.

Ihre Unterschriften verteilen sich wie folgt:

  • Psychologische Psychotherapeut/inn/en: 1.931
  • Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut/inn/en: 624
  • Psychologische Psychotherapeut/inn/en in Ausbildung: 963
  • Kinder- u. Jugendlichen-Psychotherapeut/inn/en in Ausbildung: 431
  • Psychotherapeutisch tätige Ärzte/Ärztinnen: 533
  • Andere: 611

Außerdem haben sich weitere 783 Personen in die Liste eingetragen, die es  leider versäumt haben, ihren Eintrag zu verifizieren.

Das Bundesministerium für Gesundheit, so wie die Gesundheitsministerien der Länder wurden über die Ergebnisse unserer Unterschriftenaktion unterrichtet.

Als ersten Erfolg unserer Aktion können wir festhalten, dass die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) am 04.12.14 mit ihrer Stellungnahme „Rechtmäßigkeit der Verwaltungspraxis der Länder flächendeckend wiederherstellen“ vom Bundesministerium für Gesundheit und den entsprechenden Länderministerien gefordert hat, bis zur Umsetzung der langfristig geplanten Gesetzesreform per Verwaltungsvorschrift auf Länderebene sicherzustellen, dass der Zugang zur Ausbildung ausschließlich auf Masterniveau möglich ist. Wir freuen uns, dass Sie durch Ihre Unterschrift unter unsere Petition, diese Initiative der BPtK haben möglich werden lassen, mit der die BPtK von früheren Positionen abgerückt ist.

Ohne die Möglichkeit, die Petition noch weiter zu zeichnen, halten wir unsere Website informationshalber eine Weile geöffnet. Wir bedanken uns noch einmal für Ihr Engagement, das wir auch als Vorbild und Ansporn für zukünftige Initiativen sehen.

Mit freundlichen Grüßen, für die Initiatoren,

gez. Ursula Burkert


Hier der Text unserer Petition:

Die europaweite Angleichung der Studiengänge durch den Bologna-Prozess erfordert dringend eine Überarbeitung der im Psychotherapeutengesetzes (PsychThG) getroffenen Regelungen zum Zugang zur psychotherapeutischen Ausbildung.

Seit Jahren besteht für Studierende, Ausbildungsbewerber, Ausbildungsstätten und Landesprüfungsämter Rechtsunsicherheit hinsichtlich der Zugangsvoraussetzungen und der qualifizierenden Studiengänge. Dies erschwert den Studierenden eine Planung ihrer Berufsausbildung, macht in den Ausbildungsstätten und Landesprüfungsämtern aufwändige Prüfungen erforderlich und sorgt in den Bundesländern für rechtsungleiche Vorgaben.

Für eine Neuregelung, die der Systematik der neuen Bachelor- und Masterstudiengänge entspricht, suchen die Bundes- und Landeskammern der Psychologischen Psychotherapeuten/innen (PP) und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/innen (KJP), so wie die in der Ausbildung engagierten Fachverbände und die Vertreter der Psychotherapeuten in Ausbildung nach einer zunehmend dringlicher werdenden Lösung.

Wir, eine Gruppe von Psychologischen Psychotherapeut/innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/innen, beobachten mit zunehmender Sorge, dass manche Approbationsbehörden zum Eintritt in die KJP-Ausbildung lediglich einen Bachelor-Abschluss verlangen, für die Ausbildung zum PP hingegen einen Masterabschluss. Ferner beobachten wir mit Sorge, dass die erworbene Qualifikation hinsichtlich eines Zugangs zur Ausbildung erst nach dem Studienabschluss festgestellt wird.

Vor dem Hintergrund der bestehenden Rechtsunsicherheit begrüßen wir es außerordentlich, dass die Autoren des vom Bundesministerium für Gesundheit in Auftrag gegebenen Forschungsgutachtens „Ausbildung in Psychologischer Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie“ sich jetzt mit einem Schreiben "Initiative für Rechtssicherheit beim Zugang zur Psychotherapieausbildung nach dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG)" an das Bundesministerium für Gesundheit gewandt haben. Hier besteht die Chance, bundesweit kurzfristig zu rechtssicheren Zugangsregelungen zur psychotherapeutischen Ausbildung zurückzufinden.

Mit unserer Initiative fordern wir das Masterniveau als einheitlichen Zugang zur Psychotherapeutenausbildung für beide Heilberufe KJP und PP. Wir hoffen auf breite Unterstützung durch alle psychotherapeutisch Tätigen, d.h. Psychologische PsychotherapeutInnen, Kinder- und Jugendlichen-PsychotherapeutInnen, psychotherapeutisch tätige ÄrztInnen und alle KollegInnen, die Verantwortung für die Psychotherapie-Ausbildung tragen. Auch die PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiAs) sind eingeladen, unsere Initiative mit zu unterstützen.

Angesichts der Dringlichkeit einer zeitnahen Regelung der Zugangsvoraussetzungen, unabhängig von weiteren Reformbemühungen, bitten wir Sie, unsere Initiative mit Ihrer Unterschrift zeitnah zu unterstützen. Von dem Ergebnis der Initiative sollen das BMG und die Länderministerien umgehend in Kenntnis gesetzt werden.

Das Votum der Forschungsgutachter an das BMG hat folgenden Wortlaut:

Als ehemalige von der Bundesregierung eingesetzte Forschungsruppe „Ausbildung in Psychotherapie“ möchten wir uns aus aktuellem Anlaß noch einmal zu Wort melden. Wir haben im Forschungsgutachten auf die damals (und immer noch) bestehende Rechtsunsicherheit bei den Landesbehörden und den Ausbildungsstätten bezüglich der Ausbildungszugänge zur psychotherapeutischen Ausbildung nach PsychThG nach der Bologna-Reform eindringlich hingewiesen.

Die Bundesregierung hat – trotz unseres damaligen eindringlichen Hinweises – nicht für eine einheitliche Regelung Sorge getragen. Unsere damaligen Bedenken waren da sehr berechtigt, denn mittlerweile wird auf Länderebene vor allem auf Grund fehlender gesetzlicher Richtlinien ein äußerst uneinheitliches Vorgehen praktiziert. Dieses ist nicht unverständlich, da sich die für den Zugang zur psychotherapeutischen Ausbildung möglichen Studiengänge äußerst divergent zeigen.

Auch die Universitäten und Hochschulen haben keine Leitlinien, die für die Ausrichtung der grundlegenden Studiengänge hilfreich wären. Gleichzeitig ist die Situation für Studienanfänger/innen und Studierende, die später eine psychotherapeutische Ausbildung machen möchte, völlig unüberschaubar: sie entscheiden sich z. T. aufgrund der unklaren Situation für Studiengänge, die von den Ländern nicht als zugangsberechtigend anerkannt werden, was zu einer Verschwendung von finanziellen, als auch von Humanressourcen führt. Wir fürchten um die von uns damals festgestellte europaweit bestehende hohe Qualität der deutschen Psychotherapieausbildung, wenn nicht zeitnah die Zugänge zu diesen Ausbildungen nach PsychThG staatlich geregelt werden, was insbesondere die zukünftige Versorgung im Bereich der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie betrifft.

Durch eine wenig aufwändige Änderung des § 5 PsychThG ließe sich der Zugang zu den Psychotherapie-Ausbildungen in den staatlich anerkannten Ausbildungsstätten bundesweit einheitlich regeln. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass es für beide psychotherapeutische Berufe als Eingangsqualifikation eine Bachelor-Master-Konsekutivität gibt. Wir wissen, dass es von einigen Bundesländern (Berlin, Sachsen, Hessen usw.) bereits Initiativen gibt, schnellstmöglich Rechtssicherheit zu schaffen, und es existieren auf Länderebene bereits entsprechende Änderungsvorschläge.

Wir haben dem Bundesminister für Gesundheit und den zuständigen Ministerien in den Bundesländern einen ausformulierten Vorschlag zur Änderung des § 5 PsychThG vorgelegt, der von einem renommierten Medizinjuristen mit entsprechenden Begründungen erarbeitet wurde. Dieser Vorschlag könnte Grundlage einer schnellen Lösung der bestehenden Zulassungsprobleme darstellen. Er ist unabhängig von weiteren und weitreichenden Überlegungen des BMG, bzw. anderer Institutionen zur Reform der Psychotherapeutenausbildung.

Wir wären froh, wenn sich viele Verbände und Institutionen dem drängenden Anliegen annehmen, um bald Problemlösungen der bisher vernachlässigten rechtlichen Verunsicherungen bei den zuständigen Landesbehörden und in den staatlich anerkannten Ausbildungsstätten herbei zu führen.

Prof. Dr Bernhard Strauß (ehemaliger Vorsitzender der Forschergruppe), Prof Dr. Elmar Brähler, Prof. Dr. Jörg Fegert, Dr. Steffen Fliegel, Prof. Dr. Harald Freyberger, Prof. Dr. Luzt Goldbeck), Prof. Dr. Marianne Leuzinger-Bohleber, Prof. Dr. Ulricke Wilutzki.

Die Initiatorinnen und Initiatoren


Sabine Eckert
Dipl.-Soz.päd., Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin

Ursula Burkert
Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin

Reinhold Neef
Lehrer, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut

Mathias Hebebrand
Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut

Kerstin Engel
Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutin

Detlef Ziesemer-Mühle
Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut

Oliver Kunz
Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut

Andreas Schmich
Dipl.-Psych., Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeut

Michael Theilacker
Dipl.-Psych., Psychologischer Psychotherapeut

Zu Ihrer Sicherheit:


Bitte beachten Sie die Stellungnahme zur Pressemitteilung der BPtK vom 15.11.2014

Stellungnahme lesen

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